Fr.
09.11.
Beginn: 21h
Die Sterne
support: Zucker



Eintritt: 16 €  Location: Halle

diesterne_2_266Tickets auch bei EVENTIM

präsentiert von www.prettyinnoise.de

Endlich! DIE STERNE machen jetzt in Disco! Das wurde aber auch mal Zeit. Drei Jahre hat sich die Hamburger Lieblingsband aller Menschen mit gutem Geschmack genommen, um das neue Album „24/7“ auszudenken, aufzuschreiben und aufzunehmen, hat damit das bandeigene, Independent-Label „MATERIE RECORDS“ wiederbelebt, hat die alte Schwester „ROUGH TRADE“ als Vertrieb genutzt, hat im neuen Studio „Le Chatelet“ ihres alten Mitmischers Gregor Hennig gearbeitet, hat einen Organisten gehen lassen (Richard von der Schulenburg ist nicht mehr dabei) und einen Organizer dazu bekommen: Den Münchner Produzenten, DJ und Musiker Mathias Modica alias Munk, dessen Elektrogrooves „24/7“ so funky machen, dass man nicht mal mehr auf die Texte hören müsste. THEORETISCH. Tut man es doch, erkennt man, dass „24/7“ mehr ist, als eine Four on the floor-Rave-Platte, eine Funk-Explosion, eine konsequente Fortführung der altbekannten STERNE-Leidenschaft für Tanzbares, eine liebevolle Verbeugung vor Disco, House und Munich Pop, eine Hit-Sensation ganz im K-telschen Sinne. Denn Frank Spilkers reduzierte Texte erzählen auf den Punkt und mit dunkler Ironie von einer Welt der Ladenschlusszeiten und Psychosen, der Verortung des Individuums in einer globalisierten Umgebung und dem Willen nach Ekstase. Seine großen Themen sind in den Beat eingewebt wie Goldfäden in eine Mitra. Groove und Geist tigern hier Hand in Hand. Sie gehören schließlich ohnehin zusammen.

Christin Elmar Schalko und Pola Lia Schulten heißen nicht nur komisch, sie haben auch eine Band. Einiges haben sie bereits vorher gemacht. Mit anderen Leuten, allein, oder so. Aber heute ist jetzt und die Band heißt: Zucker! Christin kommt vom Folk-Pop, Pola kommt aus dem Punk. Und beide gern mal aus der Kneipe. In einer solchen, im Pudel, haben sich dann auch kennen gelernt. Ungelenk ist wieder schick. Aber hinter dem Kokettieren mit Fehlern, mit dem Strich durch die Rechnung und Trash blitzen deutlich zwei Künstlerinnen auf, die sehr wohl wissen, wie man einen guten Song macht. Trotzdem oder gerade deshalb wird so was wie "fuck you you fucking fuckhole" zweistimmig, fahrig und hymnisch auf Dur-Akkorde geschmettert. Alles first take – behaupten die beiden zumindest. Und wollen vermutlich sagen, es geht uns nicht darum, die nächsten Genesis zu werden oder das Terrain der abgehalfterten Indierock-Mucker auch nur mit dem Arsch anzugucken. Es geht eher um einen Lob des Direkten, des Machen. Wir können und wir machen und fertig – und sieh mal einer an! Heraus kommen Slogans wie „Dann studier doch an der HfbK!“ Charmanter und frecher hat Hamburg doch schon ewig nicht mehr abgeliefert. Sag Hallo zum dramatischen Riot-Girl-Ding - zwischen Selbstermächtigungs-Blues und Borderline-Party. 

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