mit: Le Fly und 56Boys
Eintritt: 7 €
Location: Halle
Sankt Pauli: Das Pflaster für alle Freunde schrillen Lebens. Dort, wo sich Hamburgs Glamour und Schmutz so selbstverständlich mischen wie die Körpersäfte der Herbertstraßen-Freier mit denen ihrer auserwählten Kurzbegleiterinnen. Wo die Kunst des Lebens jenseits der Konvention zu einer Religion wird, die nur ein Gebot kennt: Leb’ wie Du willst. Mach deinen Kram. Wir mögen dich trotzdem. Wie also muss eine Band klingen, die von sich selber sagt, „St. Pauli Tanzmusik“ zu machen? LE FLY haben das Rezept gefunden: „Das ist eine Mischung aus Schnaps, Qualm und Konfetti. Klingt unseriös, ist aber so.“ LE FLY: Das sind sechs aufrechte St. Paulianer, „offen und kollektiv glücklich“, wie sie selber sagen. Sechs Muckerund Schluck-erfahrene Schnacker mit dem süffisant norddeutschen Schalk im Augenwinkel, die das Gebot der Kiez-Religion verstanden haben. Die den Melting Pot St. Pauli mit jeder Facette leben. Und die deshalb Musik machen, als ob alles auf dieser Welt nur einem Zweck folgt: auf möglichst natürliche Weise miteinander vermischt zu werden. „Der Menschenclash auf St. Pauli ist einmalig“, sagt Band-Rapper Schmiddlfinga. „Immer Tausende verschiedene Leute unterwegs. Daraus resultiert eine Offenheit, die wir auch für unsere Musik suchen. Und dass alles so’n büschen dreckig ist.“ So trifft sich bei ihnen Rock und HipHop. Ulk und Unruhe. Funk und Punk. Raps und Refrainchöre des Wahnsinns. Leidenschaft und Liebesbezeugnisse an den Irrsinn. Ein Blick auf LE FLY genügt, um zu wissen: Die Jungs haben Style – auch wenn keiner weiß, wie man den wohl nennen könnte. Aber damit verhält er sich nur analog zur Musik, die ja auch so klingt, als hätte der Gott der Pop-Schubladen neue Einbauschränke bestellt. Am 01.10.10 veröffentlichten LE FLY ihr Debüt-Album „St. Pauli Tanzmusik“ überall im Handel. Eine Kracherpeitsche nach der anderen kam aufs Band, Ergebnis: High-Energy-Irrsinn. Mit Melodien, die man auch nach einem St. Pauli- Auswärtssieg noch rückwärts schunkeln kann. Mit Beats, die den Hintern hysterisch machen. Mit Raps wie schneidige Hafenwinde im Morgengrauen. Mit Songs, die kamen um zu bleiben. Und einem Humor, dem sie selbst attestieren, „angenehm bescheuert“ zu sein. Dazu höre man nur die ausgekoppelte Radiosingle „No Tan Solo“, eine Abgeh-Rakete zwischen Rock, Rap und Ska. Andere Beispiele für ihre stilvermählenden Frechheiten sind Songs wie „Suck It Or Lick It“ oder „Face On The Cover“. Hören, Kopf nicken, „Wow“ sagen. Allein das Video zur Single „We Love FC St. Pauli“ wurde bisher schon über 250.000-mal auf Youtube aufgerufen. Bliebe zu erklären, wo das alles herkommt. „Wenn man etwas Bestimmtes machen will – und sei es auch nur etwas Neues, Eigenes“, so Robsi, „dann wird man den Punkt nur schwer erreichen, weil man verkopft. Wir wollten nie etwas Bestimmtes machen, wir wollten einfach nur machen. Dass da am Ende dann so etwas Eigenständiges steht, hat niemand ernsthaft beabsichtigt.“ Deshalb: „St. Pauli Tanzmusik“ auflegen und loslassen – egal was, egal wo. Denn das Loslassen haben LE FLY perfektioniert. Beweis dafür findet sich in jedem einzelnen ihrer Konzerte – ach was: Live-Konvulsionen. Auch hier kann alles passieren, niemand ist sicher und nichts ist unmöglich. Am 25.11.2011 verkauften LE FLY auf Ihrem selbstveranstalteten Hamburger Konzert den Traditions-Liveclub „FABRIK“ mit 1200 Besuchern aus. Seit Bandgründung gaben LE FLY bisher bundesweit um die 200 Konzerte. Gibt es denn so etwas wie eine Botschaft dieser Konzert gewordenen Adrenalinschübe? „Das Endprodukt sollte immer sein, dass sich Menschen in den Armen liegen“, sagt Robsi. Und Schmiddl ergänzt: „Dann spüren wir Liebe.“
Vorfreuden
Di. 21.05.
Skinny Lister
Do. 23.05.
Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen
Sa. 25.05.
Buchannons Birthday Show
Di. 28.05.
Kevin Devine
Mi. 29.05.
Captain Capa
Mo. 03.06.
James P Honey
Do. 06.06.
Sex Jams
Mi. 12.06.
Slow Magic & Giraffage
Fr. 21.06.
Benzin
Do. 27.06.
I Heart Sharks
Mo. 15.07.
Two Gallants
Mi. 17.07.
The Menzingers
Do. 25.07.
The Wakes
Mo. 05.08.
The Bellrays
Mi. 07.08.
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