Mi.
19.07.
Beginn: 20h
Kevin Devine
A Solo Acoustic Tour



Eintritt: 13 €  Location: Halle

kevin_devine_200Tickets auch bei EVENTIM & TixforGigs

 

Kevin Devine ist ein meisterhafter Geschichtenerzähler und durchtränkte „Instigator“ - von dem beißenden Power-Pop Hits „Both Ways“ und „No Why“, bis hin zu dem kantigen und Nirvana-esquen „Guard You Gates“ und dem wunderschönen gezupften “No One Says You Have To” - immer wieder mit verschachtelten Details und meist unbequemen Wahrheiten. Die Bedeutungen sind persönlich, doch die Thematiken universell. Eine Fähigkeit, die nicht viele besitzen und sowohl seine Alben als auch seine Konzerte zu einem charmanten und besonderen Erlebnis machen: denn selbst wenn Devine über die Welt im Ganzen schreibt, hält er sich zunächst immer einen Spiegel vor das eigene Gesicht.

Diese Sensibilität findet man in Songs wie „Freddie Gray Blues“, einem Portrait der grauenvollen Ereignissen um den Tod von Freddie Gray, der 2015 durch brutalste Polizeigewalt in Baltimore ums Leben gekommen ist. Über eindringlichen, Akustikgitarren-Blues zollt Devine dem ums Leben gekommenen Freddie Gray Tribut, bevor er kurz darauf tief in seine eigene Vergangenheit eintaucht, um sein Privileg und seine gesellschaftliche Stellung als Sohn, Ekelkind und Neffe eines NYPD Officers mit den Ereignissen in Einklang zu bringen. „Ich glaube nicht, dass eine Person in meiner Position so einen Song glaubwürdig vortragen kann, ohne zu erklären, wieso dieses Thema einen selbst betrifft,“ erzählt Devine.

Man findet sie auch in der aktuellen Single "No History“: eine Serie aus persönlichen Eindrücken, die sich auf die Anschläge des 11. Septembers 2001 zentrieren. Der Song wird noch bedeutsamer, wenn man ihn auf die anstehende Wahl des Präsident oder das aktuelle, globale Klima bezieht - eine Warnung an uns alle, dass ein einzelner Moment in unserem Leben verheerende Auswirkungen haben kann.

Devines Vergangenheit trifft im Karriere-definierenden “I Was Alive Back Then” auf sein heutiges Ich – eine wunderschöne Dualität, die seine Kunst in den Mittelpunkt rückt: im Leben ist nicht alles immer nur Gefahr und Perfektion. Ein Land wird von Krieg und sozialer Ungerechtigkeit auseinander genommen, doch daneben steht die Freunde daran, sein eigenes Kind das erste Mal in den Armen zu halten. Die Extreme sind wahrscheinlich einfacher zu definieren, doch das eigentliche Leben spielt sich dazwischen ab, genau in der Mitte.

„So schreibe ich meine Alben,“ erzählt Kevin Devine. „Man will immer über den Real Shit schreiben. Ich versuche zu vermitteln, was es heißt ich zu sein - obwohl ich das selbst nicht immer weiß - und anderen Leuten dabei zu helfen, was es heißt, sie selbst zu sein.“

 

Hörprobe

 

zur Übersicht