Sa.
02.06.
Beginn: 20h
Beechwood



Eintritt: 10 €  Location: Halle

beechwood_band_200Tickets bei EVENTIM & TixforGigs

 

Ein asozialer Kleinganove, ein Stricher und ein flüchtiger Straffälliger treffen sich auf den Straßen von New York und gründen eine Rockband. Die Beschreibung, mit der das Label Beechwood ankündigt, klingt eher wie der Plot eines billigen Blues-Brothers-Remakes. Die erste Überraschung ist, dass sich das spektakuläre Trio einen denkbar lahmen Namen gegeben hat. Oder hat "Buchenholz" im Knastjargon irgendeine Bedeutung? Die zweite Überraschung ist, dass die Band trotz gelegentlicher Auseinandersetzungen mit der Staatsgewalt bestand hat und nun schon ihr drittes Album herausbringt, genannt "Songs from the land of nod."

 

Ihr Sound entspricht jedoch ganz den Erwartungen: Staubiger, handfester Glam-Punkrock mit psychedelischen Ausbrüchen, dem man seine Herkunft aus spelunkigen New Yorker Kellerklubs durchaus anhört. Spätestens nach dem polternden "I don't wanna be the one you love", kann man nicht umhin das Klischee "authentisch" zu bemühen: Musik zu machen ist wirklich das ganze Leben der drei Jungs und für jeden einzelnen lebenswichtig. Im Interview meinte Frontmann Gordon Lawrence auf die Frage, was er ohne Musik machen würde, dass er sicher auch eine andere Beschäftigung finden könne. Noch wahrscheinlicher allerdings würde er sich umbringen. Nun gut. Sogar die Retromasche samt Lederjacke und Samthose nimmt man dem Dreier ab. Wahrscheinlich haben sie sich wirklich seit den Achtzigern keine neuen Klamotten gekauft. Die Punk-Rebellion ist allerdings nicht allumfassend, denn Lawrences Gesang bricht das Klischee durchaus: Er klingt sanft, oft losgelöst vom Jetzt und Hier.

 

Hörprobe

 

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